Die Ohroberfläche bildet eine Reflexzone, auf der alle Organe des Körpers abgebildet sind. Man entdeckte, das das Ohr dem Abbild eines auf dem Kopf liegenden Fötus gleicht und Punkte aufweist, die mit den verschiedenen Teilen des Körpers korrespondieren.

Der Kopf ist am Ohrläppchen gelagert, die inneren Organe liegen im inneren Teil des Ohres, der Muschel, und die oberen und unteren Gliedmaßen auf der Antihelix und dem oberen Teil des Ohres.

Alle Reize oder Signale, die durch die Ohrakupunktur ausgelöst werden, gelangen auf nervalem Wege in das Zwischenhirn und von dort zu den zugehörigen Körperteilen, die Ohrakupunktur ist also wegen der kurzen Reflexwege besonders wirksam.

Es werden im allgemeinen drei bis sechs Punkte benutzt, an denen man dünne Nadeln setzt. Alternativ können auch mittels Pflaster kleine Samenkörner oder Kügelchen an die ausgewählen Stellen platziert werden. Die Körner bleiben ca. 6 Tage lang am Ohr.

Die Ohrakupunktur wird sowohl bei akuten als auch bei chronischen Krankheitszuständen angewandt, außerdem sehr gern parallel zu einer Körperakupunktur. Man kann sie sehr gut bei Schmerzzuständen , aber auch ideal im Rahmen eines Drogenentzuges oder der Raucherentwöhnung oder zur Begleitung einer Gewichtsreduktion einsetzen.